Dao De Ging

Dao De Ging von Laotse, in der Übersetzung von Peter Fritz Walter

Description

Das Dao De Ging—auch Tao Te King oder Daodejing geschrieben—ist eines der meist-übersetzten Bücher der Weltliteratur. Es ist hier dargeboten in einer Fassung, die auf jeden philosophischen Kommentar bewusst verzichtet und den Text so einfach und prägnant wie möglich hält. 

Ob man nun mit neuerer philologischer Forschung annimmt, das Buch sei nicht nur von Laotse, sondern ist von einer Reihe von taoistischen Weisen verfasst worden, lag es nicht in der Natur der Taoisten, lange Rede zu machen. Eines ihrer bekannten Mottos war denn auch ‘Langer Rede, kurzer Sinn.’ Das habe ich hier berücksichtigt, und es wird auffallen, dass meine Übersetzung erheblich kürzer ist, als die der meisten deutschen Sinologen.

Im Gegensatz zur hellenischen Philosophie war Taoismus keinesfalls dialektisch-spekulativ. Auch würden die alten Weisen das Buch keineswegs als ‘heilig’ bezeichnet haben, obwohl der Geist, der aus ihm strahlt, durchaus ein natürlich erhabener, religiöser Geist ist.

Trotz der Wahrscheinlichkeit, dass das Buch verschiedene Autoren hat, ist es doch heute als ein einheitliches philosophischen Gedankengebäude angesehen. Dafür spricht neben dem Wortmaterial die durchgehaltene Thematik, welche alle Bereiche des täglichen Lebens umfasst, und dem nichts Menschliches fremd ist. Ganz besonderer Schwerpunkt wird gelegt auf Führung, Menschenführung und Staatsführung, also Management und Politik.

Die einzelnen Paragraphen erscheinen in diesem Kontext als Ausarbeitungen bestimmter Einzelthemen, doch wird schnell klar, dass es sich hier um Variationen eines einzigen Themas handelt. Das Wertsystem, das durchweg hier durchschimmert, ist erfrischend konträr zu dem der heute führenden grossen Nationen. Es ist ein Wertsystem, das das Weibliche ganz und gar umfasst und integriert, das die Natur respektiert, und das den Menschen so nimmt, wie er nun einmal ist. Es ist ein Wertsystem, das dem des Moralismus und der Heuchelei eine volle und deftige Absage erteilt.

Der Stil ist sehr geprägt von Gegensatzpaaren, und Widersprüche sind nicht wegdenkbar, denn manchmal erreicht die philosophische Konzentration des Textes seine Grenzen. 

Das haben frühere Interpretationen oft verschwiegen, für mich war es jedoch ein Punkt, der klar offen zu legen war. Philosophie und tägliches Leben können nicht voll und ganz vereinbart werden, denn wenn man das erstrebt, würde man dem subtilen Zweck des Dao entgegenwirken.

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